Über mich

Seit 1997 unterrichte ich als Diplom-Lebensmittelingenieurin und Berufsschullehrerin (Lehrbefähigung Nahrung, Chemie) an einer gewerblichen Berufsschule in Stuttgart. 

In der Fortbildungsreihe Multimedia im Berufsfeld Nahrung/Ernährung und Hauswirtschaft, die zweimal jährlich ganztägig stattfindet, engagiere ich mich seit Anbeginn meiner Lehrtätigkeit und leite sie seit 2016 zunächst an der Seite von Michael Peichl und ab 2019 mit Roman Wagner. Seit drei Jahren bin ich begeisterte EduCamp- (Hattingen), OERcamp- (Bad Wildbad) und „Wildcampen“- (Bad Wildbad) Teilgeberin und wünsche mir, dass dieses Format mehr Anwendung in den Fortbildungsveranstaltungen finden möge. 

Seit Frühjahr 2018 gehöre ich zudem zum Kreis der Multiplikatoren der Fortbildungsoffensive Digitalisierung an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen (Schwerpunkt Blended Learning/Moodle).

Meine liebste Beschäftigung liegt in der Erprobung und Umsetzung neuer Unterrichtsszenarien,  die mit dem Einzug des Internets und handlicher Devices erst möglich werden. Seit der Entdeckung des #Twitterlehrerzimmers bzw. #twlz als Persönlichem Lern-Netzwerk gehen Ideen und Impulse nicht aus. Im Rahmen der Anschaffung von Schüler-Devices (3 * 16 Leih-iPads) und Vorhandensein von Beamern, KlassenzimmerPCs sowie in beinahe allen Klassenzimmern WLAN für Schulgeräte ist meine Schule gut ausgestattet, dennoch ist die Unterrichtsentwicklung mit Medien nach wie vor nicht einfach:

  • Ausstattung: Solange keine 1:1-Ausstattung der Schülerinnen und Schüler sowie ein für alle Lernenden zugängliches WLAN vorhanden sind, kann nur eingeschränkt mit den neuen Möglichkeiten gearbeitet werden, da die Leihgeräte nach dem Unterricht wieder abgegeben werden müssen. Einem spontanen Einsatz oder der Nutzung/Erstellung/Organisation personalisierter Lerninhalte auf den Geräten steht das Leihprocedere leider im Weg.
  • Datenschutz: Nicht alles, was es im Netz an tollen Anwendungsbeispielen gibt, kann im Unterricht in Baden-Württemberg aus datenschutzrechtlichen Gründen auch genutzt werden. Big Data und nun die DSGVO sorgen mitsamt vieler Anweisungen dafür, dass man ständig im Konflikt steht mit dem Möglichen und dem tatsächlich Machbaren.
  • Zeitfaktor: Viele Kolleginnen und Kollegen sind Neuerungen gegenüber aufgeschlossen; das immer zeitaufwändigere Tagesgeschäft hindert viele daran, sich fortzubilden oder neuen Content zu erstellen (s.u.). Fortbildungsformate von geringerer Dauer („Kurskioske„) können da nur ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein sein.

Jetzt heißt es: innovativ und kreativ sein und trotz Beschränkungen die Möglichkeiten nutzen von

  • OER,
  • Lernvideos,
  • FlippedClassroom,
  • Bereitstellung von motivierenden Lernmaterialien in Moodle (Schulservern, Clouds u.a.),
  • individuellem Lernen,
  • vielfältiger Präsentationsmöglichkeiten,
  • kreativer Lernprodukteerstellung von SuS

Immer mehr komme ich allerdings von der Anwendung der vielen schicken Apps und Tools auf die Nutzung von Moodle zurück, in dem ich am besten sowohl meine Materialien als auch die der Schülerinnen und Schüler strukturiert sowohl bei kollegialer Zusammenarbeit teilen und Schülerinnen und Schülern bereitstellen kann. Die vielen Beschränkungen und Probleme hinsichtlich des Datenschutzes existieren im geschützten Bereich einer Lernplattform in sehr viel geringerem Maße.

Eine große Herausforderung liegt in der Tatsache, dass der erforderliche Content zur Nutzung der neuen Möglichkeiten des Digitalen und der ständigen Internetanbindung im Prinzip aufwändig selbst erstellt werden muss, da Verlage noch an alten Medienformaten festhalten und der Nahrungsbereich zu klein für große Entwicklungen ist.

Am wichtigsten scheint mir somit eine Änderung der Arbeitshaltung der „Einzelkämpfer-Kolleginnen und Kollegen“: Nur in Teamarbeit lassen sich Änderungen zum Positiven erreichen, z.B. genügend motivierende Lernprodukte zum individuellen Lernen auf verschiedenen Kompetenzstufen erstellen. Das fängt mit der Haltung an, Lehr-/Lernprodukte als OER mit CC-Lizenzen zu erstellen.